Willkommen beim NABU Korntal-Münchingen

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.  

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.


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Das Rebhuhn - Vogel des Jahres 2026

Bild: Amélie Epperlein

Botschafter einer lebendigen Feldlandschaft

Das Rebhuhn ist ein Meister der Tarnung. Sein Gefieder sowie sein dunkler Brustfleck gleichen der Farbe trockener Erde, und selbst das auffällige rostrote Gesicht wirkt wie ein Blatt im Herbstwind. Zwischen Stoppelfeldern und Wiesen bleibt es oft unentdeckt, bis es plötzlich auffliegt und im nächsten Feld wieder verschwindet.

Als ehemaliger Bewohner der Steppen Europas und Asiens ist das Rebhuhn seit dem Mittelalter ein klassischer Kulturfolger und steht heute symbolisch für viele Feldvogelarten. Es begleitet die Ackerkultur seit ihrer Erschaffung durch den Menschen. Felder und Wiesen mit niedriger Vegetation, Feldränder und Brachen sind seit Hunderten von Jahren sein Lebensraum. Als Bodenbrüter benötigt es eine strukturreiche Landschaft, die Deckung und gleichzeitig freie Sicht bietet. Jahrhunderte hindurch war das Rebhuhn ein alltäglicher Anblick auf europäischen Feldern.

Seine Ernährung besteht überwiegend aus Sämereien und Pflanzenteilen. Küken dagegen brauchen in den ersten Lebenswochen tierisches Eiweiß zum Überleben und fressen vor allem Insekten. Diese Doppelstrategie macht das Rebhuhn besonders abhängig von einer vielfältigen Insektenfauna und einer extensiven Landnutzung - und das ist das große Problem, denn beides ist Mangelware. In Folge davon ist die Population in den letzten fünfzig Jahren in ganz Deutschland um 87 % zurückgegangen.

Die Fortpflanzungszeit beginnt im Frühjahr. Das Weibchen kann bis zu 20 Eier legen - eine Anpassung an das harte Leben in der offenen Landschaft. Die Jungen sind Nestflüchter und suchen nach dem Schlüpfen gleich selbst von der Henne geführt ihre Nahrung. Danach bleibt die Familie, genannt „Kette“, über den Winter zusammen. Trotz dieser hohen Reproduktionsrate schrumpfen die Bestände weiterhin. Hauptursachen dafür sind Lebensraumverlust, Nahrungsmangel und vor allem auch Störungen während der Brutzeit.

 

Für den Erhalt der Art sind strukturreiche Landschaftselemente entscheidend. Ungemähte Ackersäume und Graswege, blütenreiche Brachen sowie Feldhecken aus heimischen Büschen stärken die Nahrungsgrundlage und erhöhen die Überlebenschancen von Altvögeln und Küken. Nachhaltige Landschaftspflege, die mosaikartige Räume schafft, trägt zur Stabilisierung der Bestände bei und zeigt, dass selbst kleine Veränderungen eine große Wirkung haben können.

 

(Text und Zeichnung: A. Epperlein)


Hilfe für Wildtiere

Hinweis: Wir als NABU pflegen selber keine Tiere - das tun andere Vereine bzw. Ehrenamtliche.  Wir haben hier einige Adressen aus der Region zusammengestellt

 

Speziell für Vögel finden gibt es zusätzliche Informationen des Vogelschutzzentrums Mössingen: https://www.nabu-vogelschutzzentrum.de/vogelpflege/vogel-gefunden-was-tun/

 



In eigener Sache

Liebe Naturliebhaber und Naturschützer, wir sind sehr froh, dass Sie verletzte Tier nicht einfach liegen lassen, Wespen- oder Hornissennester nicht einfach zerstören, und bei Umweltzerstörungen nicht einfach zuschauen, kurz, dass Sie sich bewusst für das Leben um Sie herum interessieren und einsetzen.

Dabei kommen immer wieder Fragen und Probleme auf, die Sie alleine nicht lösen können. Das geht uns auch so. Antworten und Unterstützung finden Sie bei den Spezialisten des NABU Landesverbandes und den Fachleuten der Tierrettung Unterland, die Ihnen gern zur Seite stehen.

Die Adressen finden Sie hier. Bitte wenden Sie sich direkt dorthin, da wir unter unseren privaten Telefonnummern oft nicht erreichbar sind und uns bei vielen Problemen auch nur an die Fachleute wenden können.

Wir danken Ihnen von Herzen für Ihren Einsatz.

Der Vorstand der NABU-Gruppe Korntal-Münchingen