Nächste Veranstaltungen

Sonntag, 17. Mai 2026

 

Vögel in nur wenig beachteten Strukturen

 Welche Vogelarten finden wir in den beruhigten Randbereichen unserer Orts- und Gewerbebebauung? Jene zumeist kleinstrukturierte, bisweilen abwechslungsreich gewachsene und oft an Bebauung anknüpfende Mosaikhabitate beherbergen häufig mehr Vogelarten, als man sich zunächst vorstellen kann. Auch rastende Durchzügler sind hier regelmäßig anzutreffen. Ein Schwenk durch das Streuobstgebiet „Seiten“ offenbart uns darüber hinaus hoffentlich dessen noch recht reichhaltigen Brutvogelschatz.

  

Treffpunkt: 06:30 Uhr am Vereinsheim des Obst- und Gartenbauvereins Korntal-Münchingen, In den Seiten 50 (beim Bolzplatz) (48.856289, 9.106939) , Dauer ca. 3h.

 

Sonntag, 06. Dezember 2026

 

Wintervögel im Aischbachtal

Zum Jahresende beobachten wir das Wintervogeltreiben im Bereich unseres Aischbachtals. Welche Vögel nutzen die neu entstandenen Habitate entlang des Grabens? Finden sich wieder Erlenzeisige in den Schwarzerlen ein, fressen Stieglitze an den Samen der Wilden Karde oder fliegen Wiesenpieper über Äckern und Grünland? Welche Greifvögel sind jetzt noch im Ge-biet? Gemeinsam gehen wir all diesen Fragen nach.

Treffpunkt: 08:30 Uhr am Parkplatz Aischbach (48.865704,9.098027), B10-Unterführung Rtg. Markgröningen, Dauer ca. 3h.

Mitfahrgelegenheit am Bahnhof Münchingen um 08:15 Uhr.


Aktuelles Thema

Windkraftnutzung versus Vogelschutz?

Herzliche Einladung zur Infoveranstaltung „Regenpfeiferacker“ am Samstag 18.10.2025

Am 3. Dezember wird in der Regionalversammlung Stuttgart über die Vorranggebiete für Windkraft entschieden.

Dann entscheidet sich die Zukunft des „Regenpfeiferackers“, ein Gebiet zwischen Hemmingen und Eberdingen-Nußdorf, das an einem Zugkorridor auf der innereuropäischen Vogelzugroute liegt und für viele bedrohte Zugvögel einen sehr wertvollen Rastplatz bietet.

 

Regenpfeiferacker (Quelle: OpenStreetMaps CC BY-SA 2.0)
Regenpfeiferacker (Quelle: OpenStreetMaps CC BY-SA 2.0)

Der NABU ist sich der Bedeutung der Energiewende sowie der herausragenden Bedeutung einer sicheren und umweltverträglichen Energieerzeugung bewusst. Von daher tragen wir die Ziele von Bundes- und Landesregierung mit, unsere Energieversorgung umzustellen. Hierbei spielt die Erzeugung von Strom durch Windkraft eine wichtige Rolle - auch bei uns in der Region. Vor diesem Hintergrund hat der NABU die Ausweisung von Vorranggebiete im Kreis Ludwigsburg begleitet. Eine dort ausgewiesene Fläche ist für uns aber nicht akzeptabel - insbesondere, da auf der Ortsgemarkung weniger kritische Alternativen vorhanden sind.

 

Der Regenpfeiferacker ist einer von nur drei Rastplätzen für Mornellregenpfeifer in Baden-Württemberg. Die baden-württembergischen Naturschutzverbände haben dessen herausragende Bedeutung nachgewiesen. Die sechs NABU-Gruppen rund um den Regenpfeiferacker, das Regierungspräsidium Stuttgart und das Landratsamt Ludwigsburg haben sich gegen die Ausweisung als Windkraftvorranggebiet ausgesprochen. 

 

Dennoch sieht die Regionalplanung Stuttgart den Regenpfeiferacker weiter für Windkraft vor (LB-08). 

 

Wir wollen Ihnen die Möglichkeit bieten, sich vor Ort ein eigenes Bild zu machen und mit uns ins Gespräch zu kommen. Dazu laden wir Sie herzlich zur Infoveranstaltung „Regenpfeiferacker“:

 

Wann? Samstag, 18. Oktober 2025, 9:30 Uhr

Wo? Treffpunkt Wanderparkplatz im Zeilwald (Google Maps), an der Straße von Hemmingen nach Hochdorf linker Hand.

 

Gemeinsam wollen wir uns bei Vertreter der Politik und der Presse für die Erhaltung des Regenpfeiferackers stark machen! 

 

Danke für Ihr Kommen!

 

Die NABU Ortsgruppen Markgröningen, Schwieberdingen-Hemmingen und Korntal-Münchingen


„Windkraft naturverträglich planen, Regenpfeifer und Co. schützen!“

Pressemitteilung des NABU Markgröningen und Schwieberdingen-Hemmingen zur Planung von Windkraftanlagen mitten im Zugweg des Mornellregenpfeifers 12.08.2025

 

Das Gebiet „Regenpfeiferacker“ bei Hemmingen hat eine überragende Bedeutung für den Naturschutz in der Region. Und weit darüber hinaus für die Erhaltung bedrohter nordeuropäischer Zugvogelarten, die das Gebiet auf ihrem weiten Zug nach Süden und zurück als Rastplatz nutzen.  

 

Die Windkraft-Vorrangplanungen des Verbands Region Stuttgart (VRS) sind in der zweiten und finalen Runde und sehen vor, Windkraftanlagen auch auf dem einmaligen Gebiet des Regenpfeiferackers (LB-08) zu errichten. 

 

Die sechs (6) NABU-Gruppen rund um den Regenpfeiferacker haben sich zusammengeschlossen, um den Erhalt des Regenpfeiferackers als europäischen Zugvogelrastplatz zu sichern.

Es ist bekannt und wissenschaftlich nachgewiesen, dass der Mornellregenpfeifer Vertikalstrukturen, also Masten aller Art, auf seinen Routen großräumig meidet. Die wertvollen Rastplätze wären verloren.

 

Es würden über 40 Zugvogelarten bedroht, allen voran der Mornellregenpfeifer. Der Mornellregenpfeifer wird seit 2011 in seiner Rast auf dem Gebiet des Regenpfeiferackers systematisch beobachtet. Seine Bewegungen werden durch nahezu lückenlose Beobachtung registriert in hoher Zahl.

 

Durch die Fachagentur Wind und Solar werden die NoGo´s der Windkraftplanung länderspezifisch im Netz dargestellt. Für Bayern werden Rastplätze des streng geschützten Mornellregenpfeifers explizit als Windkraftstandort ausgeschlossen! Das muss dem Planer für LB-08, der Fa. Uhl, entgangen sein. Nur so ist zu erklären, warum ein von ihm in Auftrag gegebenes Gutachten den Mornellregenpfeifer vergessen hat. Den Vogel, der der Namensgeber für den Regenpfeiferacker war!

 

Schutzregeln für die Rastplätze im Wattenmeer der Nordsee sollten nicht minder für die Vogelzugrouten innerhalb Europas gelten. 

Wie sagte ein besorgter Naturschützer in diesen Tagen: „Wenn Windkraftanlagen auf dem Regenpfeiferacker installiert werden, dann können wir Naturschutz zukünftig ganz vergessen.“ 

 

Der NABU befürwortet grundsätzlich den Ausbau der Windenergiegewinnung, setzt sich aber mit aller Kraft dafür ein, dass dieser naturverträglich erfolgt. Unser Appell ergeht an alle Beteiligten der Vorrangplanungen des Verbands Region Stuttgart, mit der Bebauung des Regenpfeiferackers hier nicht auf den letzten Metern einen irreversiblen Schaden entstehen zu lassen. Regenpfeifer & Co. müssen geschützt werden!